[Western City] Erzählt mir von Western City

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Bernd
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[Western City] Erzählt mir von Western City

Beitragvon Bernd » 30.04.2009, 16:01

Was genau ist das nun? Wie funktioniert das? Das ist irgendwie ein SL-loses Rollenspiel, so viel hab ich gelesen. Aber wie genau läuft das dann ab? Wie ist das Setting? Fixt mich mal ein wenig an.

Danke!
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friedensbringer
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon friedensbringer » 30.04.2009, 16:48

Gleich so viele Fragen auf einmal...

Richtig, Western City ist ein SL-loses Rollenspiel.
Das Setting, wie unschwer zu erraten, ist dem Film-Western angelehnt. Die Stadt in der das Spiel stattfindet ist als "generisch" zu verstehen, d.h. sie ist nicht festgelegt. In der einen Runde liegt sie am Fluß, in der anderen ist da Mount Western City mit der Silbermine, und natürlich ist auch bei Bedarf das Fort mit der 13. Kavallerie Division in direkter Nähe. Grade das, was für die Charaktere nötig ist, befindet sich auch in Western City.

Das System funktioniert mit Pokerchips. Wann immer man sich nicht einig ist was passiert, oder man etwas im Spiel ändern möchte (ein Charakter betritt die Szene) wird darum geboten. Am Anfang kann das noch etwas irritierend sein, aber schon vor Ende der ersten Spielsession haben sich eigentlich alle daran gewöhnt.

Die Charaktere werden immer direkt zusammen mit 2 "Statisten" erstellt (ein Freund, ein Feind des Hauptcharakters) was deutlich mehr spielbare Charaktere auf den Plan bringt als Spieler da sind, so dass man sich immer ein wenig abwechselt wer grade welchen Statisten spielt.

Western City gehört zu den Spielen die man ausprobieren muss, um zu sehen wie sie funktionieren und was ihren Charme ausmacht. Was man ganz klar sagen kann ist: Es funktioniert! Auch wenn es sich im ersten Moment seltsam oder umständlich anhört, hat es bisher noch jedem gefallen mit dem ich gespielt habe, und das System funktioniert wirklich.
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Bernd
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon Bernd » 04.05.2009, 08:47

Zwei Fragen hätte ich noch:

Wie läuft das mit dem Bieten für Aktionen? Das klingt interessant. Wofür (also für welche Art Aktionen) muss geboten werden? Auch im Kampf?

Wie läuft das mit den Statisten? Sind das dann im Prinzip NSCs, die von jedem mal gespielt werden können?

Ist eigentlich immer jemand "Haupt-SL" (der dann auch wechseln kann) oder wie wird das gehandhabt? Sind dann klassische Abenteuer, Plots, Kampangen, etc. überhaupt möglich?

Hm... jetzt sinds doch mehr Fragen...
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8t88
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon 8t88 » 05.05.2009, 00:00

Der Spielablauf geht wie folgt:
nachdem jeder Spieler einen Hauptcharakter, und je einen Freund und Feind seines Haupcharakters als Statisten erstellt hat, ist das Spiel bereits im Vollen Gan ge: Denn man spricht über die Charaktere die man baut, spricht sich ab, bekommt gute Ideen...
Die Statistenk ommen in die Mitte, und werden ausgeteilt.
Wenn 2 Leute einen Statisten haben wollen, wird mit Pokerchips geboten.

Kommt der Rote Faden: Jeder Spieler schlägt eine Sache vor die passieren soll.
Vom Herunterfallenden Dachbalken bis hin zur Stampede, über Postkutschenraub zu Indianerangriff, oder Squaredance, was auch immer. alles Drin und machbar. Es sei denn ein mitspieler hat etwas dagegen. Erst wird krz diskutiert und vllt eine idee abgeändert. Wenn einer Dein Schiff voller Zombies aus China nicht sehen will, wird darum mit Chips geboten!

Jeder Spieler hat für seinen Hauptcharakter noch ein "Ziel des Tages". Wenn er das erreicht (dafür ist zumeist eine Würfelprobe von nöten), bekommt er mehr Erfahrungspunkte.

Das Spiel beginnt indem einer das "Panorama beschreibt".
Alle Leute spielen drauf Los, nachdem einer die Szene mit verschiedenen Charakteren "vorgefertigt" hat.
Dabei steht je spieler nur ein Charakter oder Statist im Fokus.
Ja: Du Spielst deinen Hauptcharakter und noch die Statisten von wem anderes. Jederzeit kann passenderweise ein weiterer Statist mal eben so erstellt werden. "Weil es eben passt".

Alle Leute werfen Ihre passendne Ideen ins spiel. Es wird kurz abgesprochen was passt und was nicht. kann man sich nicht einigen wird mit den 5 chips die man hat "geboten".

Ich will zB nicht dass du den schläger auf den Pokertisch wirfst und so mein spiel kaputt machst. Also bieten wir darum. Du hast dir vorher shcon mal einen Statisten für die szene gebaut, denn du meinstest der Pianospieler sollte meh spotlight bekommen. darum hast du nicht mehr so viele chips. ich hab noch cnith geboten und könnte dich rausbieten.
Ein 3ter Spieler findet deine idee mein pokerspiel kaputt zu machen super, denn dann kommt endlich die kneipenschlägerei auf die alle warten: Er schenkt dir einen chip, weil er deine idee gut findet. das reich tum micht auszubieten: Dien Detail der Spielwelt setzt sich durch.

Jeder Spieler hat einen Silberdollar (beinderen chip)
Mit diesen kanne r eine Szene lang ALLE Bietaktionen automatisch gewinnen.
Er ist für eine Szene quasi der SPielleiter. So wonst durch das Bieten die Spielleitergeentscheidungsgewalt mittels der Chips zwischen allen Spielern hinund her wandert. Der Plot den sonst ein SL Entwirft kommt durch den oben erwähnten roten Faden.

In Kämpfen, und sontigen Dingen wird auch mit einem einfachen würfelsystem gewürfelt.
Alle Charaktere haben nur 3 auszufüllende Attribute, was gerade das erstellenv on statisten sehr einfach macht.
Dazu noch ein paar fertigkeiten. Das ergibt jeweils: Anzahl der W6 die man hat und die Erfolgsschwelle an.
hab ich im Chilli Kochwettbewerb mehr erfolge als Du, verlierst Du das Wettkochen. Wer sich in seiner Höhle aufhölt, und sienen Besonderen gegenstand einsetzen kann bekommt noch einmal Boni.
zudem gibts noch die Hybris... wiezB. Hitzköpfig. So kann man einen Spielercharakter zB zwingen in einer eunruhigenden Situation etwas dummes zu tun.

Das Spiel ist komplett kooperativ auf Spielerebene, auch wenn mehere "Totfeindpärchen" am Tisch liegen. Es ist manhcmal schon in der ersten Stunde zu Cool, wenn jemand stirbt. Und mach tnichts: Den sohn des Rinderbarons umzuschiessen bringt sicherlich noch mehr Spannung rein!

Es gibt auch im Buch einen Kampagnienmodus, der mehr als einen Tag in Western City Spielbar, und dem Spiel mehr tiefe, denn einen "One-shot" verleiht!

Und zu der Frage: Jeder Szenengeber ist zumindets "am anfang" Haupt SL. er bestimmt dne zweck der szene und die startaufstellung der Charaktere die im Spotlight stehen (was sich später auch noch variieren kann).

In seiner Mechanik ist Western City bisher einzigartig!
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Bernd
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon Bernd » 05.05.2009, 09:31

Wow. Klingt wirklich gut. Jetzt weiß ich was ich als nächstes Kaufe (Ist ja auch nicht so teuer). Da wir so wie so ab und zu das Problem haben eine längere Kampange am laufen zu halten, scheint das perfekt für uns zu sein... Danke für die gute und genaue Beschreibung!

Bernd, der sich grad ärgert, dass er's auf der RPC nicht schon mitgenommen hat
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon 8t88 » 05.05.2009, 18:52

Ich hab das so schnell dahin getippt, ich mach das die Tage noch einmal neu.
Zudem: Mit "nur ein spotlight" meine ich dass jeder spieler nur einen charakter z gleich im Spiel hält. Alle Leute können anwesend sein. Aber eben ncihtz zu viele auf einmal im Fokus.

Ansonsten, freu ich mich für Dich: Du kaufst ein Spiel mit dem ich schon ne Menge Spaß gehabt habe.
Bei Fragen, Fragen! :)

Btw: man kann das "City-System" auch mit wenigen Handgriffen in ein anderes Setting konvertieren.
Viele Fans schreiben schon an so etwas.
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon 8t88 » 14.05.2009, 10:29

Äh... Ja...
Ich hab einen Fehler gemacht: Der Pott an Chips wird immer am Szenenende aufgeteilt.
Derjenige der die Szene gestartet hat/Den Silberdollar geschmissen hat bekommt keine Chips ab.

Das war mir nicht ganz bewusst.
Und ne Rechtschreibkorrektur des ersten Posts muss auch noch ein bisschen warten ;)
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon Heretic » 15.05.2009, 02:42

8t88 hat geschrieben:Der Spielablauf geht wie folgt:
nachdem jeder Spieler einen Hauptcharakter, und je einen Freund und Feind seines Haupcharakters als Statisten erstellt hat, ist das Spiel bereits im Vollen Gan ge: Denn man spricht über die Charaktere die man baut, spricht sich ab, bekommt gute Ideen...
Die Statistenk ommen in die Mitte, und werden ausgeteilt.
Wenn 2 Leute einen Statisten haben wollen, wird mit Pokerchips geboten.

Kommt der Rote Faden: Jeder Spieler schlägt eine Sache vor die passieren soll.
Vom Herunterfallenden Dachbalken bis hin zur Stampede, über Postkutschenraub zu Indianerangriff, oder Squaredance, was auch immer. alles Drin und machbar. Es sei denn ein mitspieler hat etwas dagegen. Erst wird krz diskutiert und vllt eine idee abgeändert. Wenn einer Dein Schiff voller Zombies aus China nicht sehen will, wird darum mit Chips geboten!

Jeder Spieler hat für seinen Hauptcharakter noch ein "Ziel des Tages". Wenn er das erreicht (dafür ist zumeist eine Würfelprobe von nöten), bekommt er mehr Erfahrungspunkte.

Das Spiel beginnt indem einer das "Panorama beschreibt".
Alle Leute spielen drauf Los, nachdem einer die Szene mit verschiedenen Charakteren "vorgefertigt" hat.
Dabei steht je spieler nur ein Charakter oder Statist im Fokus.
Ja: Du Spielst deinen Hauptcharakter und noch die Statisten von wem anderes. Jederzeit kann passenderweise ein weiterer Statist mal eben so erstellt werden. "Weil es eben passt".

Alle Leute werfen Ihre passendne Ideen ins spiel. Es wird kurz abgesprochen was passt und was nicht. kann man sich nicht einigen wird mit den 5 chips die man hat "geboten".

Ich will zB nicht dass du den schläger auf den Pokertisch wirfst und so mein spiel kaputt machst. Also bieten wir darum. Du hast dir vorher shcon mal einen Statisten für die szene gebaut, denn du meinstest der Pianospieler sollte meh spotlight bekommen. darum hast du nicht mehr so viele chips. ich hab noch cnith geboten und könnte dich rausbieten.
Ein 3ter Spieler findet deine idee mein pokerspiel kaputt zu machen super, denn dann kommt endlich die kneipenschlägerei auf die alle warten: Er schenkt dir einen chip, weil er deine idee gut findet. das reich tum micht auszubieten: Dien Detail der Spielwelt setzt sich durch.

Jeder Spieler hat einen Silberdollar (beinderen chip)
Mit diesen kanne r eine Szene lang ALLE Bietaktionen automatisch gewinnen.
Er ist für eine Szene quasi der SPielleiter. So wonst durch das Bieten die Spielleitergeentscheidungsgewalt mittels der Chips zwischen allen Spielern hinund her wandert. Der Plot den sonst ein SL Entwirft kommt durch den oben erwähnten roten Faden.

In Kämpfen, und sontigen Dingen wird auch mit einem einfachen würfelsystem gewürfelt.
Alle Charaktere haben nur 3 auszufüllende Attribute, was gerade das erstellenv on statisten sehr einfach macht.
Dazu noch ein paar fertigkeiten. Das ergibt jeweils: Anzahl der W6 die man hat und die Erfolgsschwelle an.
hab ich im Chilli Kochwettbewerb mehr erfolge als Du, verlierst Du das Wettkochen. Wer sich in seiner Höhle aufhölt, und sienen Besonderen gegenstand einsetzen kann bekommt noch einmal Boni.
zudem gibts noch die Hybris... wiezB. Hitzköpfig. So kann man einen Spielercharakter zB zwingen in einer eunruhigenden Situation etwas dummes zu tun.

Das Spiel ist komplett kooperativ auf Spielerebene, auch wenn mehere "Totfeindpärchen" am Tisch liegen. Es ist manhcmal schon in der ersten Stunde zu Cool, wenn jemand stirbt. Und mach tnichts: Den sohn des Rinderbarons umzuschiessen bringt sicherlich noch mehr Spannung rein!

Es gibt auch im Buch einen Kampagnienmodus, der mehr als einen Tag in Western City Spielbar, und dem Spiel mehr tiefe, denn einen "One-shot" verleiht!

Und zu der Frage: Jeder Szenengeber ist zumindets "am anfang" Haupt SL. er bestimmt dne zweck der szene und die startaufstellung der Charaktere die im Spotlight stehen (was sich später auch noch variieren kann).

In seiner Mechanik ist Western City bisher einzigartig!

Klingt irgendwie nach Burning Empires, minus den Crunch, die gute Idee, plus mehr Fanmail.
Klingt nach was, was mir z.B. null Spaß machen würde.
p.s.: Dabei feiere ich BE als wäre es Weihnachten&Silvester zusammen...
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8t88
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon 8t88 » 15.05.2009, 11:55

Chacun à son goût! :wink:

Wenn wir uns mal auf einer Con sehen und du ne Stunde Zeit hat kannst Du es aber gerne mal ausprobieren.
With great Power...
Heretic

Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon Heretic » 15.05.2009, 22:38

Ich spreche kein Französisch und hasse es, und habs daher aufm WG durch Spanisch ersetzt...
Zum Rest: Nunja, das kommt drauf an, auf welchem Con in Ba-Wü du wenn/falls mal dabei wärst. Dann vielleicht, ja.
Wobei ich stärksten bezweifle, dass ein RPG, das man gespielt haben muss(!), um es zu verstehn, schon allein vom Ansatz her als... verbesserungswürdig und fehlerhaft sehen würde.
Ich will ja wissen, was und wie es da genau im Spiel abläuft, bevor ich 3-4h sinnlos damit vertrödel, oder?
Will ja nicht Gefahr laufen, ein "Spielerlebnis" wie damals aufm Celtic Con mit einer "Arcane Codex"-Supportrunde zu erleben, bei der ich ganz unbedarft mitgespielt hab, weil ein Kumpel meinte "Öh, ja, Arcane Codex ist klasse!"...
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon 8t88 » 18.05.2009, 12:05

@Französisch: bedeutet soviel wie: "Jeder nach seinem eigenem Geschmack/wie er mag".

@Systeme die man Spielen muss um sie zu verstehen.
Verständlich ists ja eigentlich schon. Ich hab gerade keine Zeit um meine Ausführungen noch einmal etwas genauer zu fassen. Ich versuche das mal bis Donnerstag hin zu bekommen.
Was ich damit meinte ist: "Es machte bisher allen Leuten mit denen ich das gespielt habe eine Menge Spaß.
Es ist ungewöhnlich und deswegen schwer vorzustellen".
Wenn ich nur Canaster Kenne sind mir kartenspiele wie Magic auch erst etwas komisch.

Aber ich kann Deine (und die Bedenken von anderen) durchaus nachvollziehen. Ich mag keine "Katastrophen Filme" und kein Vanilleeis. Deswegen muss ich das anderen ja nicht schlecht reden :)

@Con
Wenn sich das ergibt dass ich in dem Raum unterwegs bin, dann schreib ich Dich einfach noch mal an.
Eine "Messe-Demo-Runde" Western City mache ich übrigens in 50 Minuten, hoffe dass Du die verschmerzen könntest.
With great Power...
Heretic

Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon Heretic » 23.10.2012, 09:25

So, Donnerstag ist rum, wo bleibt die von dir versprochene Erklärung?
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patre
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Re: Erzählt mir von Western City

Beitragvon patre » 04.11.2013, 10:41

Davon höre ich in letzter Zeit auch immer mehr, Scheint zu fetzen. Werde es mir auch mal angucken.
Niveau hat nichts mit Creme zu tun!

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