Von Christian L. Am März - 4 - 2013 0 Kommentare

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Frage: „Haben die SCs irgendwelche Besonderheiten? Hat das Skelettsein irgendwelche Auswirkungen oder ist das nur optischer Natur?“

In Los Muertos geht es – Überraschung! – um die Toten, und von denen erzählen wir euch jetzt was. Wer stirbt, landet in der ersten Ebene der Unterwelt; skelettiert, aber oftmals mit charakteristischen Überbleibseln, wie etwa ein paar Haaren. Was die Verstorbenen dabei hatten, wird sie auch im Jenseits begleiten, von den Klamotten am Leib über einen Koffer voll Mafiageld bis hin zur tollwütigen Hauskatze, natürlich als Knochenmiez.

Die neue Gestalt (heisst: das Skelett) bestimmt die physikalische „Funktionsweise“ der Spielfiguren, die Gewohnheiten dagegen sind für den psychologischen Anteil zuständig. Fällt ein Toter also ins Meer, sinkt er nicht nur wie ein Stein, sondern darf sich auch noch mit seiner Atmung herumschlagen – einer äusserst hartnäckigen Angewohnheit, Lunge hin oder her. Diese Mischung aus Knochen und Menschlichkeit sorgt für einige wirklich seltsame Situationen.

LM Angelito TeaserIllustration von Volker Konrad

 

Ja, hier haben wir ein Skelett mit Flügeln. So was passiert, weil alle Seelen dieselben Chancen haben sollen, Mictlan zu erreichen, auch verstorbene Kinder. Die so genannten Angelitos können ein wenig fliegen, um ihre körperlichen Mankos auszugleichen. Je älter sie sind, desto kleiner fallen auch die Flügelchen aus.

Wer die Unterwelt jetzt als „fair“ bezeichnet, sollte allerdings noch etwas abwarten. Die aztekischen Götter segnen ehrenhaft Verstorbene gelegentlich mit der Kraft der Sonne (und was „ehrenhaft“ bedeutet, ist bekanntlich Ansichtssache). Gesegnete können je nach Art ihres ehrenhaften Ablebens meterweite Sprünge vollführen, Knochenbrüche zusammensetzen oder einen Blick in die Gedanken anderer Seelen werfen.

Im nächsten und (vorerst!) letzten Blog-Eintrag geht es in die erste Ebene.

Bis dato,

Andre


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