Jedes der unzähligen, verschiedenen Länder des Kontinents zu beschreiben würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, deswegen versucht dieser Artikel nur einen Überblick, ein Gefühl für den Kontinent Rassilon zu geben. Rassilon lässt sich grob in vier Gebiete gliedern. Im Norden liegt der lebensfeindliche Helfrost an dessen südlicher Grenze sich der Eiswall auftürmt. Südlich des Eiswalls erstrecken sich die Winterlande; näher am Eiswall die hohen, und weiter entfernt die niederen Winterlande und im Süden dann die relativ warmen Herdlande.

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Der Helfrost

Der Name Helfrost lässt einen an klirrende Kälte und endlose Eiswüsten denken, eine kalte Hölle auf Erden, und diese Metapher trifft es wahrscheinlich recht genau. Niemand kann sagen wie es wirklich im Inneren des Helfrosts aussieht. Nur Wenige wagen sich in dieses Reich aus Eis und Kälte und noch Weniger kehren zurück, um davon zu berichten.

Die Hohen Winterlande

In diesem Teil der Winterlande liegen die Temperaturen praktisch das ganze Jahr unter null Grad Celsius. Und nachts wenn der Helfrostwind weht fällt das Quecksilber oft auf – 50 °C und tiefer. Entsprechend hart ist das Leben dort. Wenn überhaupt etwas wächst, dann ist es karges Wurzelgemüse und ein bisschen Gras für Rentier- und Mammut-Herden. In diesen meist unbeanspruchten Gebieten leben größtenteils Taigaelfen in ihren Elfenheimen und umherstreifende Finnarsippen.

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Die Niederen Winterlande

Wie der Name vermuten lässt ist diese Gegend etwas freundlicher als die Hohen Winterlande. Im Sommer erlebt man ab und zu Temperaturen über dem Gefrierpunkt, dennoch wird es nie so warm, dass der Boden völlig auftaut. Man lebt hier weitestgehend von Wurzelgemüse und Fleisch und niemals wird es so warm, dass man das Herdfeuer löschen könnte. In den Niederen Winterlanden liegt die Baronie Cul in der sich die Frostblüter ihr eigenes Heim geschaffen haben. Auch die meisten anderen Völker findet man hier, wenn auch meist eher die abgehärteten ihrer Sorte. Vor allem die starrköpfigen Tuomi verteidigen ihre letzten eigenen Reiche, die Schlachtenlande, Drachenlande und Grenzlande hart, sofern man bei diesen losen Allianzen zwischen Städten und Stämmen, überhaupt von Reichen sprechen kann. Denn wenn man von der Schreckensherrschaft des Voivoden in den Drachenlanden absieht sind die Tuomi alles andere als geeint.

Die Herdlande

Die Herdlande sind das Herz der Zivilisation und zugleich die Kornkammer Rassilons. Hier gibt es noch warme Sommermonate in denen das Thermometer Temperaturen jenseits der 20 °C erreicht. Doch die Herdlande sind kein Ort des Friedens. Krieg, Hunger und Not halten das Land fest im Griff. Flüchtlinge drängen in kleinen Gruppen oder gar großen Menschenströmen von Norden her in die wärmeren Gebiete. Geldgierige Händler exportieren ihr Korn lieber nach Norden, wo es höhere Preise erzielt, und überlassen die Menschen vor Ort dem Hunger. Herdelfen und Menschen ringen um die Herrschaft über die üppigen Wälder. Auf dem Land zwischen den Siedlungen herrscht das Chaos und macht das Reisen jenseits der von Wegeshütern patrouillierten Straßen lebensgefährlich. Hungernde Bürger werden rasch zu Wegelagerern, aus der Orkmark rücken Orks und Goblins auf der Suche nach Beute näher und an der Grenze der Ostmark stehen die Echsenmenschen auf der Flucht vor der vorrückenden Kälte.

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Die Geographie Rassilons

Abschließen möchten wir unseren, sehr groben, Überblick über die Regionen mit ein paar Worten zur Geographie Rassilons. Die regionale Einteilung bei Hellfrost basiert mehr auf der Temperaturdifferenz als auf geographischen Gegebenheiten. Dieser Abschnitt soll dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Landschaften in Rassilon geben, denn auch wenn man bei dem Namen Hellfrost unweigerlich an ewige Eiswüsten denkt, so gibt das nicht annähernd die geographische Vielfalt Rassilons wieder.

Der Hohe Norden wird durch den Eiswall dominiert, jenem Berg aus Eis der sich am Ende des Schneesturmkrieges erhob und den Helfrost von den hohen Winterlanden trennt. Der größte Teil der hohen Winterlande besteht aus Tundra mit riesigen Waldgebieten. Im Westen findet man das Niederland, hier ist in einer schrecklichen Katastrophe ein komplettes Reich versunken und vernichtet worden. Heute findet man dort eine gigantische, schier bodenlose Grube, in der sich ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Der Schlangensee und der Frostwassersee sind riesige Binnengewässer über die und um die herum Handel getrieben wird, aber auch so mancher Fisch und auch größere „Überraschungen“ finden sich darin. Auch finden sich in allen Teilen Sumpfgebiete, die besonders in den wärmsten Monaten, wenn selbst in den niederen Winterlanden die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, zu wahren Brutstätten von gefräßigen Insekten werden, doch mit Bufomi, Alligator- und Echsenmenschen finden sich dort auch deutlich bedrohlichere Gefahren.

Große Teile des Kontinents, das gilt sowohl für den Norden als auch den Süden, werden von Bergen dominiert. Diese werden nicht selten von Riesen und Orks bevölkert die hier, zwischen ihren Raubzügen durch die umliegenden Länder, Zuflucht finden. Der für die Bewohner Rassilons wichtigste Berg ist wohl die riesige Gebirgskette des Frosthaltgebirges, welches die Grenze zwischen Winterlanden und Herdlanden bildet. Hier wachen in der mächtigen Burg Helfrost die Herdritter über den Weg in die Herdlande und halten die Schrecken und die Kälte zurück.