Exitus Tempores

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Karakla
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Exitus Tempores

Beitrag von Karakla » 08.07.2009, 17:07

Ich habe schon vor langer Zeit damit begonnen ein eigenes Setting zu schreiben, nun habe ich auch angefangen Savage Worlds zu spielen. Wieso also nicht beides miteinander Verbinden. Im folgenden Abschnitt sind ein paar grobe Beschreibungen der Welt samt spielbarer Rassen/Völker.

Wo sind wir?
Das ganze Setting spielt auf der Welt Teluris, diese hat weder Tag- noch Nachtgleiche und besitzt keinerlei Sterne, geschweige den einen Mond. Keines der Völker kann sich errinnern das es jemals anders war und nur alte Überlieferungen, in Form von alten Pergamentrollen und Erzählungen (Legenden, etc), deuten an das es einmal so etwas wie Sterne und dergleichen gegeben haben muss.
Ebenfalls in diesen Überlieferungen wird von einer Schar Götter geschrieben die sich allesamt nur die "Erbauer" nennen und die nach diesen alten Schriften Teluris erschaffen haben, was in ihrer Sprache auch einfach Heimat bedeutet (Habe Latein als Göttersprache gewählt ;)). Dies wird aber meist als religiöser Schwachsinn abgetan.
Ansonsten besteht der Planet aus 50 % Wasser und 50% Land und hat 3 Kontinente, auf den größeren beiden Wohnen die Menschen, auf dem anderen etwas kleineren die Vigil (mehr dazu unten).

Wer sind wir?
Im Grunde gibt es 5 Völker, wobei nur 2 als solche anerkannt werden, die restlichen 3 entwickelten sich aus den Menschen und werden meist als Abschaum betrachtet (zumindestens bei den Menschen).
Da wären einmal die Menschen (Für Beschreibung bitte in den Spiegel sehen). Diese sind die dominante Spezies auf dem Planeten und beherrschen die Kraft des Äthers. Sie können bestehende Kräfte manipulieren und mittels spezieller, mit Äther angreichten, Kristalle transmutieren (Alltagsgegenstände herstellen). Viele Menschen besitzen diese Kräfte, diejenigen die diese nicht haben bilden eine Unterklasse von Menschen, also Bürger zweiter Wahl, da innerhalb der Gesellschaft gilt, dass nur ein gesunder Geist diese Kräfte nutzen kann.
Dann gibt es noch die Verbannten. Diese Menschen konnten die Kraft des Äthers nicht unter Kontrolle halten und anstatt das sie den Äther geformt haben, hat dieser sie geformt. Meist handelt es sich dabei um deformierte Monster die durch die schmerzen der Mutation wahnsinnig geworden sind und nur noch an das Fressen denken können, allerdings gibt es auch einige die dem Wahnsinn nicht verfallen sind und auf der Flucht vor ihren ehemaligen Artgenossen den Menschen sind.
Die Seelenräuber haben sich vor mehreren Jahrunderten aus dem Griff des Todes befreit und haben mittels des Äthers ihre Seele/Bewusstsein an den Körper verankert. Zwar ist ihr Körper Tod doch ihr Seele kann nicht mehr aus dem Körper entweichen. Allerdings gibt es da das Problem das der Körper anfängt zu verwesen und mittels Äther wieder regeneriert werden muss, da aber nur lebenden Wesen diese magische Kraftquelle inne wohnt, müssen sie sich diese von diesen eben holen (Ein abart von Vampir wenn man so will).
Der Mensch erkannte schon früh das er mit dem Äther mehr anfangen konnte. Also erschuf er einen Diener, diese halfen ihm entsprechende Aufgaben zu bewältigen, doch hielt er nicht lange da der Äther die Angewohnheit hat sich schnell zu verflüchtigen. Also kerkerten sie dieses Wesen in eine Kristallmatrix und befestigten einige Maschinen an diesen, so wurden die Künstlichen erschaffen. Sie sind mechanoide Wesen die in einer humanoiden Form daherkommen und nur dem Menschen dienen sollen. Sie sind Sklaven, den auch wenn sie nicht wirklich Leben so sind sie doch genauso Intelligent wie ein Mensch mit ähnlichen Empfindungen.
Zu Guter letzt haben wir noch die Vigil. Sie sind ca. 2 Meter hoch und sehen aus wie unser Bild von den außerirdischen (Greys) allerdings sind sie wesentlich muskolöser und ihre grauweiße Haut zieren verschiedene Tätowierungen. Nach alten Überlieferungen wurden sie von den Erbauern kreiert um den Planeten vor allen möglichen Gefahren zu schützen, doch selbst wenn dies stimmt, nehmen sie ihre Aufgabe anscheinend länger nicht mehr wahr und haben sich daher auf ihren eigenen Kontinent zurückgezogen und auch schon vor längerem den Kontakt mit den Menschen abgebrochen.

Moment was ist den der Äther?
Der Äther ist die eine magische Kraft die jedes Lebewesen durchdringt, aber seltsamerweise nur von den Menschen genutzt werden kann. Ebenfalls nach alten Überlieferungen haben die Menschen die Kraft direkt von den Göttern erhalten, bevor sie diese Verraten haben.
Die Bezeichnung Äther hat sich dadurch eingebürgert das man bei der Nutzung dieser Kraft ein kurzes Hochgefühl erhält, das danach in eine leichte Erschöpfung übergeht. Zudem ist er genauso flüchtig wie das ebenfalls bekannte Narkosemittel, den ohne einen "Wirtskörper" kann dieser in der Welt nicht bestehen. Daher wird er meist in Kristallstruktueren eingesperrt, was wiederum einen angenehmen Nebeneffekt hat. Mittels der Manipulation des Äthers in dem Kristall kann man diesen eine Komplett andere Form geben. Beispielsweise ein Messer, aber auch komplexere Formen wie Schusswaffen sind kein Problem, solange es ein mechanisches Gerät ist.
Allerdings zerfallen diese Geräte wieder. Da die neue Form den Äther nicht mehr optimal im Kristall halten kann, daher entweicht immer mehr davon bis der Kristall zu zerfallen beginnt. Dabei gibt es nicht nur "Werkzeug-Kristalle" sondern auch größere die für den Betrieb von Fahrzeugen wie Autos gedacht sind, also wenn man sicher seien will das einem das Auto nicht geklaut wird, nimmt man einfach den 10 KG schweren Kristall mit.

Was machen wir hier überhaupt?
Momentan bekriegen sich 4 der 5 Rassen sehr stark, wobei die Seelenräuber mit ihren verschiedenen Häuser von innen heraus die menschliche Gesellschaft infiltieren und daraus versuchen einen Vorteil zu ziehen. Dabei versuchen die Verbannten einfach nur zu Überleben und gehen meist Bündnisse mit diesen ein, während die Künstlichen damit begonnen haben sich von der Sklaverei zu befreien, was meist in Attentate bzw. Selbstmordattentate endet.
Das ganze spielt eigentlich immer in Megacitys mit mehreren Millionen Einwohner, zwar gibt es definierte Landgrenzen zwischen diesen Städten, aber draußen in der Dunkelheit zu Überleben ist sehr schwer da man es dort mit einer Natur zu tun hat die sich perfekt an die Dunkelheit angepasst hat. Daher sind einzelne Siedlungen sehr selten.

Wo ist da der Metaplot?
Es gibt auch einen übergeordneten Handlungsrahmen. Bislang wurde den oben genannten alten Schriften und Geschichten wenig Beachtung in der Gesellschaft geschenkt und meist als Aberglaube und Humbug abgetan.
In diesen ist festgehalten das die Menschen von den Göttern gerettet wurden, als ihr eigene Welt durch ihre eigene Gottheit beinahe Zerstört war. Sie nahmen sie mit auf Teluris und boten ihnen einen Neuanfang, doch die Vigil die von den Göttern erbaut wurden, um den Planeten vor jeder Gefahr zu beschützen wendeten sich gegen die Menschen.
Diese bekamen von den Göttern die Fähigkeit den Äther zu kontrollieren und konnten damit die Vigil zurückschlagen. Sie hörten bei den Vigil aber nicht auf und wendeten sich dann gegen ihre Retter, die Erbauer. Da sie diese nicht besiegen konnten, tüftelten sie einen Plan aus um sie in einen ewigen Schlaf zu versetzen. Dies gelang ihnen auch, nur als das Bewusstsein der Götter in Dunkelheit versank, begann auch Teluris in Dunkelheit zu versinken.
Nun sieht man an manchen Tagen/Nächten einen kleinen Lichtpunkt am Himmel.
Die Götter sind zurückgekehrt und es dürstet ihnen nach Blut, der Stern gilt daher als schlechtes Omen sobald ihn ersieht, da meist dann eine Armee der Götter vor der Haustür steht.

Sperrzone
Es gibt auch ein großes Geheimnis was die Welt verbirgt, dieses steht bei mir auch schon fest ich muss nur noch gewisse Details/Feinheiten festlegen. Will also nicht zuviel verraten ;)


Also was haltet ihr davon?
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Karakla » 09.07.2009, 21:55

Hrm, besteht keinerlei Interesse seinen Senf dazu zu geben oder ist es so schlecht ?
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Master Li » 09.07.2009, 22:26

Nein, es ist nicht schlecht. Was mir aber abgeht, ist die Intention. Im Moment ist es einfach nur eine Weltbeschreibung. Ich gehe davon aus, Du willst das als Setting verwenden. Dann fehlt mir vor allem noch die Motivation, dort zu spielen.

Willst Du eher eine Sandbox damit leiten oder eine plotorientierte Kampagne? Wenn letzteres, worum geht es in etwa? Warum stellst Du uns die Welt vor? Willst Du Vorschläge, Kritik, Mitarbeit. Vielleicht fehlt einfach ne kleine Einleitung.
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Karakla » 09.07.2009, 22:57

Ich hatte vor eine Kampagne diesbezüglich anzubieten. Wie im Metaplot teil erwähnt kehren die Götter zurück. Die Charaktere sollen darin involviert werden und dann auch in die Sperrzone vordringen.
Ansonsten kann man das ganze dazu verwenden um "vor sich hin zu spielen" das heisst man wählt entsprechende Rassen, tut sich mit einer der vielen Organisationen zusammen und versucht halt die entsprechenden Ziele zu erreichen. Beispielsweise könnte man einem der Häuser der Seelenräuber angehören, das wiederum im Klinsch mit einem anderen Haus ist, oder aber dieses versucht irgendeine Institution der Menschen zu infiltrieren. Oder aber man spielt es auf Seiten der Künstlichen und versucht soviele andere seiner Art wie möglich zu befreien und den Feind (Mensch/Regierung) irgendwie in den Arsch zu tretten um auf sich aufmerksam zu machen oder um nicht selber zu sterben (offensichtlich freidenkende Künstliche werden normalerweise demontiert).

Wie gesagt wollte ich dann eure Meinung hören. Es geht wie erwähnt um eine Welt die sich in absoluter Dunkelheit befindet und man sich von unten nach oben arbeit um selber die Fäden zu ziehen oder man sich der Kampagne annimmt um vieles mehr zu entdecken und über den Tellerrand zu schauen. Ansonsten bieten sich noch Massenschlachten zwischen den Armeen der Sterblichen und der Götter an (welche meist als große weiße Obelisken auftretten, umscharrt mit anderen Getier).
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Iccaruss » 10.07.2009, 00:13

Moin,
Die Grundidee klingt interessant, aber mir fehlt noch ein wenig die Ausarbeitung
Folgende Punkte/Fragen fallen mir da Spontan ein:
1. Ist das "Kristalformen" die einzige Art von Technologie? Wenn nein, wie sieht der Rest aus?
2. Wie verhalten sich die Völker untereinader? Deine Ausführungen waren alle nur Richtung Mensch bezogen. Was halten also z.B. die Seelenräuber von den Künstlichen, die Virgil von den Seelenräubern?

Ich denke das sind alles Sachen, die in einer Ausarbeitung eh auftauchen werden (und müssen).
Ich werd mir das Fertige auf jeden fall anschaun, und wenn du ideen für irgendwas Sci-Fi mäßiges brauchst, biet ich hiermit meine Hilfe an.

Grüße
Heretic

Re: Exitus Tempores

Beitrag von Heretic » 10.07.2009, 09:24

Spricht mich absolut nicht an, und mir ist auch nicht klar, ob das Fantasy oder Sci-Fi darstellen soll.
Zudem klingt das Setting hart nach einer Chimäre aus Eberron + Fading Suns...
Was ist mit normalem Handwerk, das es doch auch geben muss?
Wie wird "Leben" in diesem Setting definiert, warum sind die künstlichen nicht als sdolches gesehn? Warum erschaffen sich diese Seelenjäger nicht einfach unsterbliche Konstruktkörper?

Wie überlebt dieses Habitat, ohne Sonne, die die Biosphäre mit Energie und Wärme versorgt? Wie konnten sich Pflanzen und Tiere entwickeln, wie die Rassen? etc.

Warum vernichteten die Erbauer nicht im Gegenzug einfach die undankbaren Gäste, die Menschen, welche sich gegen sie auflehnten?

Oder hab ich da irgendwas falsch verstanden?
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Karakla » 10.07.2009, 10:39

Was ist Eberron und Fading Sun?

Ansonsten ist der technologische Stand etwas weiter als unserer. Allerdings vom Äther stark geformt und die Gesellschaft dementsprechend abhängig davon (wie wir vom Strom).
Leben wird als solches definiert das es selbst entstanden sein muss und auch "leben" muss. Dass heisst es darf nicht aus Altmetall bestehen, dementsprechend gibt es auch immer wieder debaten bei Leuten die starke Modifizierungen am Körper haben (Cyberarme, etc), diese werden ebenfalls von oben herab behandelt, schließlich sind sie ja zum Teil künstlich. Die Seelenräuber haben deshalb keinen vollen Cyberkörperersatz, weil es dort diese Technologie nicht gibt, man kann zwar Gliedmaßen ersetzen aber einfach das Hirn nehmen und es in einen Künstlichen-Körper stecken funktioniert einfach nicht, das Gehirn würde einfach verenden. Soweit ist die Technik dann doch nicht.

Zu deinen anderen Fragen: Das sind die Fragen welche sich die Wissenschaftler fragen und sie entsprechende Theorien aufstellen. Ansonsten sollte man es so betrachten: Es laufen Götter auf der Welt rum die einen für die Fehler der Vorfahren bestrafen möchten, da hat man wesentlich größere Probleme. Zudem kennen es die Menschen nicht anders, sie haben zwar begriffen das irgendwas nicht stimmt (die etwas helleren köpfe) aber was genau wissen sie noch nicht.
Heretic

Re: Exitus Tempores

Beitrag von Heretic » 10.07.2009, 13:34

Eberron und Fading Suns muss man eigentlich kennen.
Zumindest Fading Suns.

Du sagst, die Seele der Seelenjäger ist an den Körper gebunden, der verfällt... Was bitte hat das mit Cyberware und/oder dem Gehirn zu tun? Was hindert die Seelenjäger daran, ihre Seele aus dem Leib zu reissen und in einen Golem zu transferieren und sich dadurch in ein lebendes Konstrukt zu verwandeln?

Du musst diese Fragen des Settings beantworten, die ich da stelle, wenn nicht für die Spieler, dann aber auf jeden Fall für die SLs.
Wie erklärst du die unlogischen Elemente des Settings?
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Re: Exitus Tempores

Beitrag von Karakla » 12.07.2009, 17:55

Sorry das ich jetzt erst Antworte, war aber über das Wochenende unterwegs :D

Über diesen Punkt habe ich ehrlich gesagt nicht nachgedacht bzw. die Frage kam bei mir noch gar nicht auf.
Wenn man es nach den derzeitigen Stand sieht, scheint es tatsächlich eine sehr gute Lösung zu sein sich so "Unsterblich" zu machen, nur hat der Zustand einer Maschine, ähnlich wie die Rasse der Künstlichen einen Nachteil: Die Wartung.
Regelmässig (1 mal wöchentlich) muss man Checkups machen, teile Austauschen und dergleichen und dann gäbe es immer noch keine Garantie dafür das die Kristallmatrix die Seele auch auf Ewig hält. Zudem auch der Nachteil als Sklave jemanden zu Dienen, wie es aktuell der Fall ist.
Anders sehe ich das mit dem körperlichen Zustand. Zwar verfällt dieser, aber erst wenn kein Äther mehr da ist. Das heisst man "betankt" den Körper regelmässig und hat keinerlei Probleme und mit speziellen Techniken kann man seinem Körper auch die Regeneration wieder beibringen um Wunden zu heilen.
Was so sachen angeht wie: Steingoleme und dergleichen. Das wäre wohl möglich nur wäre die Seele an eine Statur gebunden die sich nicht bewegen kann, da ich die Magie so "Designed" habe das wandelnde Feuerelemtare und dergleichen nicht Existent sind sondern wirklich nur die Umgebung beeinflusst wird. Und was die Erwähnten "Ätherkonstrukte" angeht, reden wir hier von einer geistähnlichen Form die sich nach ca. 24 Stunden wieder verflüchtigt, da sie keinen richtigen Körper besitzt, daher ja das Kristallmatrix mit den Künstlichen entstanden.

Allerdings kann man so etwas als Bestrafungsform ansehen: Für die nächsten 200 Jahre in diesem Steinblock eingeschlossen zu sein. Oder ich könnte mir das auch als geheimen Transportweg vorstellen oder als Körperwechsler um sein äußeres zu ändern. Wobei der Grundgedanke war, das dies eigentlich eine recht komplexe Zeremonie ist, die mehrere hochrangige Seelenräuber voraussetzt. (Körper und Seele zu binden)

Edit: Danke für den Denkanstoss :)
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